Globalisierung und Wettbewerb

1.1 Globali-
sierung
1.2 Information- und Kommunikation 1.3 Tertiarisierung
der Wirtschaft
1.4 Wissens-
intensivierung
1.5. Regio-
nalisierung
1.6
 

1.4 Wissensintensivierung der Beschäftigung

Der weltweite wirtschaftliche Strukturwandel geht einher mit einer fortschreitenden “Wissensintensivierung” von Wirtschaft und Gesellschaft und einer zunehmenden Bedeutung von “Wissen als Produktionsfaktor”. In der langfristigen Perspektive ist der “wissenbasierte technische Fortschritt” die wesentliche Triebfeder für Wachstum und Wohlstand. Inwieweit Gesellschaften daran teilhaben, hängt entscheidend von ihrer technologischen Leistungsfähigkeit und damit von der Qualität ihre Innovationssysteme ab. (BMB+F, Zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands, S. 1)

Der steigende Gehalt an Wissen und Information in den Endprodukten sowie die wachsende Bedeutung dieser Komponenten als Produktionsfaktor steigern die Nachfrage der Wirtschaft nach höher qualifizierten Arbeitskräften. Darüber hinaus ist ein Trend zu einem immer qualifizierteren Arbeitsangebot auf der anderen Seite des Arbeitsmarktes erkennbar: Immer mehr Menschen absolvieren höhere Bildungsabschlüsse. 

Dies kann einerseits mit einer steigenden "intrinsischen" Motivation der Menschen nach mehr Bildung und verbesserten Bildungsmöglichkeiten erklärt werden. Andererseits, und  vermutlich realistischer, ist der Grund, dass Menschen nach immer höheren Bildungsabschlüssen streben, weil sie sich dadurch angesichts der steigenden Qualifikationsanforderungen bessere Erwerbs- und Einkommenschancen versprechen.

Die Verschiebung der Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist auf zwei Entwicklungstendenzen im wirtschaftlichen Strukturwandel zurückzuführen.


Quelle: Welsch, Johann, Globalisierung, neue Technologien und regionale Qualifizierungspolitik. Marburg 2000