Projektmanagement-Techniken: Kreativität
3.1
Brainstorming
3.2
Mindmapping
3.3 Morphologischer
Kasten
3.4
Synektik
3.5
Methode 365
3.6
Csikszentmihalyi

 

3.1 Brainstorming und Brainwriting

Was ist Kreativität?

Kreativität kann als die schöpferische Fähigkeit bezeichnet werden für Fragen neue Antworten zu finden, oder überhaupt erst zusätzliche Fragestellungen. Entweder wird was völlig Neues geschaffen oder aus schon bekanntem Wissen werden neue Ideen entwickelt. Dazu müssen verfestigte Denk- und Wahrnehmungsmuster überwunden werden.

Diese Möglichkeiten sind bekannt.

Diese Möglichkeiten gibt es auch - doch wir kennen sie nicht. Sie gilt es zu finden - durch Kreativität!

M-1

M-2

M-3

M-4

M-5

M-6

M-7

Wo lassen sich Kreativitätstechniken einsetzen?


Methoden der Ideenfindung

Zwei Gruppen von Kreativitätstechniken


Brainstorming

Dieses von dem amerikanischen Werbefachmann Alex F. Osborn in den 30er-Jahren entwickelte Verfahren ist die bekannteste und am häufigsten angewandte Kreativitätsmethode. Der Grundgedanke besteht darin, dass sie sich ermutigen frei und ungehemmt durch Assoziation eine große Anzahl von Ideen zu produzieren.

Die nachfolgenden Regeln sollen helfen die Effizienz der Sitzung zu steigern:

Durch die Vermeidung von Kritik und Bewertung können sich die Teilnehmer ganz auf ihren kreativen Teil einlassen; die Fantasie wird nicht durch Fragen nach der Realisierbarkeit gehemmt, zunächst ist alles möglich.

Häufig kommt es nach kurzer Anlaufphase zu einer Fülle von Vorschlägen und anschließendem Abebben. Es sollte jetzt noch nicht abgebrochen werden, weil zumeist danach nochmals ein zweites "Hoch" folgt, das quantitativ geringer als das erste ist, aber in aller Regel die qualitativ besseren Ideen hervorbringt, nachdem anfangs oftmals eher auf Bekanntes zurückgegriffen wurde. Üblicherweise dauert eine solche Sitzung 20-60 Minuten.

Die optimale Gruppengröße wird häufig zwischen 4 - 10 Personen angegeben. Eine heterogene Zusammensetzung mit Teilnehmern aus verschiedenen Arbeitsgebieten und Denkweisen fördert zumeist die Vielfalt der Ideen.

Eine gute Vorbereitung ist wichtig: Dazu gehört ein geeigneter Raum und Zeit um eine störungsfreie Sitzung zu gewährleisten. Die Atmosphäre sollte ungezwungen und entspannt sein. Die Themenstellung ist klar und übersichtlich anzugeben. Man kann den Teilnehmern die Problemstellung auch schon vorher, z.B. am Vortag, bekannt geben. Es liegen jedoch auch gute Erfahrungen mit spontanen Brainstormings vor, wenn sich der Einsatz während einer Sitzung als sinnvoll erwiesen hat. Gelegentlich kann dadurch auch eine länger dauernde Tagung aufgelockert werden.

Die Methode ist relativ einfach, jedoch wird die Effizienz durch einen geübten Moderator deutlich gebessert, der nicht leitet oder gar dominiert, aber doch lenkt, bei Stockungen den ldeenfluss durch Fragen oder die Form der Wiederholung der bereits aufgelisteten Vorschläge wieder in Gang bringt, aufkommende Regelverstöße (z. B. Killerphrasen) oder gar interpersonale Konflikte verhindert.

Die erarbeiteten Ideen werden kategorisiert nach

Brainstorming ist vor allem zur Lösung von weniger komplexen und klar definierten Problemstellungen geeignet. Seine wesentlichsten Vorteile liegen in der Nutzung der Kreativität vieler Beteiligter und dem Sammeln einer großen Zahl von Vorschlägen innerhalb kurzer Zeit. Die Technik selbst ist leicht erlernbar und verursacht nur geringe Kosten.


Varianten zum klassischen Brainstorming

Brainwriting für Einzelpersonen: Verkleinern Sie die Tabelle auf drei Spalten und drei Reihen, schreiben Sie Ihre Grundideen in die erste Reihe. In die nächste Reihe schreiben Sie eine mögliche Abwandlung der Grundidee, in die letzte Reihe eine Abwandlungsmöglichkeit der ersten Änderung. Bewerten Sie dann Ihre Ideen: welche ist neu, welche ist originell, welche ist sinnvoll, welche nützlich, welche lässt sich realisieren.

Anonymes Brainstorming: Hier sammelt der Moderator bereits vor der Sitzung erste Lösungsansätze, die von den Gruppenteilnehmern vorher in Einzelarbeit vorbereitet wurden. In der anschließenden Gruppensitzung werden diese dann weiterentwickelt; in der intensiveren Vorbereitung und der besseren Eignung auch für größere Gruppen werden Vorteile gesehen, ebenso dann, wenn bei der Gruppe mit Konflikten zu rechnen ist. Zusätzliche Nachteile könnten sich ergeben, wenn Teilnehmer sich bereits zu sehr mit ihren eigenen Lösungsansätzen identifizieren.

Solo-Brainstorming: Diese Technik wird in Einzelarbeiten durchgeführt, wobei über Bilder, Situationen, Stimmungen, Aktionen, Reizwörter etc. die entsprechend stimulierende Anregung erfolgen soll.

Diskussion 66 (Methode 6 x 6): Diese Variante wurde für die Anwendung in großen Gruppen entwickelt, nachdem sie ursprünglich eingesetzt worden war um Diskussionen im Anschluss an Vortragsveranstaltungen zu aktivieren. Die Teilnehmer werden in Gruppen zu 6 Personen eingeteilt, die 6 Minuten lang das Thema bearbeiten und anschließend in einigen zusätzlichen Minuten ihre Ideen selektieren und die ihrer Meinung nach beste Lösung im Plenum vortragen. Die anschließende Diskussion kann im Plenum erfolgen oder erneut in kleinen Gruppen. Für die Sitzungen gelten prinzipiell die gleichen Regelungen wie im Brainstorming.