Aufmerksamkeit. Kapitel 1: Aufmerksamkeit und Bewusstsein

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4.1 Quellen der Wahrnehmung 4.2 Die Sinneswahrnehmung 4.3 Die Körperwahrnehmung 4.4 Die Gedächtnis-
wahrnehmung
4.5 Überblicks- und Metaaufmerksamkeit

 

4.2 Die Sinneswahrnehmung

Die Augen. Den größten Teil der Informationen aus der Umwelt nimmt der Mensch mit den Augen auf. Mit ihnen orientiert er sich in seiner Welt und nimmt Kontakt zu seinen Mitmenschen auf. Um wahrzunehmen, müssen die Lichtstrahlen, die auf der Netzhaut eintreffen, in Nervenimpulse umgewandelt werden. Dieser Vorgang wird von speziellen Sehfarbstoffen geregelt, die sich in den Photorezeptoren befinden. Die Netzhaut eines menschlichen Auges besitzt etwa 130 Millionen dieser Rezeptoren. Etwa sieben Millionen davon sind die so genannten Zapfen, die übrigen werden Stäbchen genannt. Die Zapfen, von denen es drei verschiedene Arten (Blau-, Grün- und Rotrezeptoren) gibt, sind für das Farben-Sehen verantwortlich.

Ohren. Das Ohr kann Unterschiede in einer Bandbreite wahrnehmen, wie es das Auge niemals schaffen könnte. Seine Bandbreite überragt die des Auges um ein Mehrfaches.

Schmecken. Unser Geschmackssinn ist relativ einfach aufgebaut. Er unterscheidet lediglich vier verschiedene Geschmacksrichtungen. Alles andere ergibt sich aus dem komplizierten Zusammenspiel der Sinne. Alle Geschmacksempfindungen können auf vier Grundqualitäten zurückgeführt werden: süß, sauer, salzig und bitter.

Das Riechen. Die menschliche Nase reagiert auf manche Substanzen sehr empfindlich. Vor allem dann, wenn es biologisch sinnvoll erscheint. Der Mensch vermag Tausende von Gerüchen voneinander zu unterscheiden.

Tasten und Fühlen. Die Haut ist mit einer Gesamtfläche von etwa zwei Quadratmetern und einem Gewicht bis zu zehn Kilogramm ist unser größtes Sinnesorgan. Mit der Haut grenzen wir unser Innenleben gegenüber der Außenwelt ab, was manchmal gelingt, manchmal aber eben auch nicht. Das sind dann jene Momente, an die wir uns später nur ungern erinnern, weil wir mal wieder „aus der Haut gefahren“, „vor Neid erblasst“ oder „vor Scham errötet“ sind oder uns im falschen Moment der Schweiß ausgebrochen ist. In solchen Situationen wird die Haut zum Spiegel der Psyche. Die Haut reagiert unmittelbar auf unsere Gefühle: Das lässt sich durch Messungen des elektrischen Hautleitwertes zeigen.