Projektmanagement. Einführung

1.1 Warum PM? 1.2 Definitionen 1.3 Projektarten 1.4 Projektziele 1.5 Projektphasen 1.6 Aufgaben des PM

1.1 Warum Projektmanagement?

Warum gewinnt Projektmanagement gerade jetzt an Bedeutung? Die Ursachen liegen in den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Globalisierung, gestiegener Konkurrenzdruck, technischer Fortschritt und gewachsene Kundenansprüche führen dazu, dass in den Unternehmen immer mehr Leistungserstellungen in Form von Projekten durchgeführt werden.

Für die Erledigung dieser Aufgaben stellt das Projektmanagement ein geeignetes Instrumentarium zur Verfügung, das auch für kleinere Vorhaben effektiv und mit großem Nutzen eingesetzt werden kann. Die Vorteile eines systematischen Projektmanagements wurden durch eine ganze Reihe von Studien nachgewiesen (Projektmanagement-Fachmann, S. 47). Die damit verbundenen zusätzlichen Kosten werden meist durch die erzielten Einsparungen und durch eine zügigere Projektdurchführung überkompensiert. 


Geschichtlicher Hintergrund des PM

In der Geschichte der Menschheit finden sich eine Reihe von großen Projekten, etwa der Bau der Pyramiden und der chinesischen Mauer, kriegerische Eroberungen. Selbstverständlich wurden diese Projekte geplant und in ihrer Durchführung gesteuert. Doch als wissenschaftliche Disziplin der Managementlehre wurde Projektmanagement erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt, insbesondere bei den Rüstungs- und Raumfahrtprojekten in den USA. Der enorme Aufwand der Koordination von Institutionen und Industrien bei der Entwicklung dieser Großsysteme machte ein systematisches Vorgehen notwendig. In Deutschland betrachtete man lange Zeit Netzplantechnik als synonym mit Projektmanagement. Netzplantechnik stellt jedoch nur eine Methode des Projektmanagements dar. Erst in den letzten 10 bis 20 Jahren wurde bei uns Projektmanagement als eine wissenschaftliche Disziplin anerkannt und umfassend entwickelt.