Interkulturelles Management

4.1Aufgaben- und globale Umwelt 4.2. Das Schichtenmodell  4.3  4.4  3.5 3.6 Aufgaben

 

4.1 Eberhard Dülfer:  Die Aufgabenumwelt - Interne und externe Interaktionspartner des Management

Der interaktionstheoretische Ansatz geht davon aus, dass diejenigen sozio-technischen Systeme, die als aktuelle oder potenzielle Interaktionspartner der Unternehmung deren 'Aufgaben-Umwelt' ausmachen, nicht nur zu dieser, sondern auch untereinander in bestimmter Beziehung stehen. Auch diese Beziehungen sind beeinflusst durch die globale Umwelt.

Als Beispiel können die Beziehungen genannt werden, in denen die Lieferanten oder die Kunden der Unternehmung am Markt zueinander stehen (Marktform auf der Marktgegenseite) oder die Beziehungen unter den Wettbewerbern (auf der eigenen Marktseite). Sie sind durch mannigfache, soziale, politische und rechtliche Einflüsse determiniert. Dazu gehört auch der wirtschaftsrechtliche Rahmen (z.B. Gewerbefreiheit, Koalitionsfreiheit) und die Wirkung der staatlichen Wirtschafts- und Währungspolitik (Inflationsrate, Subventionsangebote, Besteuerung).

Es ist indessen verständlich, dass den meisten Wirtschaftspraktikern der wissenschaftlich festgelegte Begriff "Aufgaben-Umwelt" (mit seiner terminologischen Begründung) kaum geläufig ist. Sie tendieren dazu, diesen Komplex als die "wirtschaftliche Umwelt" zu bezeichnen, weil er eben die Beziehungen zu den Partnern in der wirtschaftlichen (geschäftlichen) Tätigkeit umfasst. Man sollte dann aber im Hinblick auf die ebenso große wirtschaftliche Relevanz der Globalen Umwelt von der "wirtschaftlichen Umwelt im engeren Sinne" sprechen. [Dülfer, Internationales Management, 1999, S. 217]



Dülfer, „Die Aufgabenumwelt“, Internationales Management, 1999, S. 214

Aufgabenumwelt ist die Gesamtheit aller Interaktionspartner der Unternehmung, mit denen sie aufgrund ihrer Aufgabenstellung in Beziehung steht (Dülfer, S. 190f.)

Die 'Globale Umwelt'

Im Sinne des Schichtenmodells ist mit der "globalen Umwelt" die gesamte relevante Umwelt angesprochen, d.h. die Gesamtheit der Interaktionspartner einschließlich der verhaltensbestimmenden Einflussfaktoren.

Als Globale Umwelt bezeichnet Dülfer die folgenden Einflussfaktoren:


Dülfer, Eberhard: Internationales Management in unterschiedlichen Kulturbereichen, München Wien, 1999