Interkulturelles Management

3.1Trompenaars- Kulturmodell 3.2 Die Dimensionen 3.3 Charak-
teristiken
3.4 Vergleich Hofstede - Trompenaars 3.5 Kultur und Entwicklung Fukuyama 3.6 Aufgaben

 

3.1 Trompenaars

Die Außenansicht einer Kultur wird gebildet von der überschaubaren Realität von Sprache, Nahrung, Kleidung, Gebäuden, Denkmälern, Tempeln, Kunst, Landwirtschaft, Wohnhäusern und Mode. Sie sind Symbole und Ausdruck für eine tieferliegende kulturelle Schicht.

Fons Trompenaars: Handbuch Globales Managen, 1993

Normen sind der gemeinsame Sinn einer Gruppe für das, was "richtig" und "falsch" ist. Normen können formell festgeschrieben werden - sie werden dann Gesetz; oder informell bestehen - und sind dann sozialer Kontrolle unterworfen. Werte andererseits bestimmen die Definition von "gut" oder "schlecht" und sind daher eng mit den gemeinsam geteilten Idealen einer Gruppe verknüpft. Während die Normen uns bewusst oder unbewusst ein Gefühl dafür geben, "wie ich mich normalerweise verhalten sollte", sagen uns die "Werte, "was wir anstreben oder wünschen". [Trompenaar 1993: 40]

Beispiel:

Wert: "Harte Arbeit ist die Grundvoraussetzung für eine prosperierende Gesellschaft".

Norm in einer Gruppe: "Arbeite nicht härter als die anderen Mitglieder der Gruppe, sonst würde das von allen erwartet." Hier weicht die Norm vom Wert ab.

Der tiefste Grundwert, um den Menschen kämpfen, ist das Überleben. Da die verschiedenen menschlichen Gemeinschaften sich in unterschiedlichen geographischen Regionen entwickelt haben, bilden sich auch verschiedene Grundannahmen heraus. Diese sind Ergebnis der Bemühungen von Gruppen, die ihnen gestellten Probleme und Herausforderungen zu bewältigen.